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<< Geschichte von Harburg >>

Die Entwicklung der Stadt aus dem Mittelalter heraus (2)

Eine Siedlung um die Burg wird in den mittelalterlichen Schriften nicht erwähnt, aber man kann sich auch vorstellen, so oft wie die Burg zerstört wurde, hatte eine mögliche Siedlung zwischen ihr und dem Geest keine großen Chancen für eine Entwicklung. Nachdem die Lüneburger die Burg in Besitz nahmen wurde sie im 13ten Jahrhundert noch einmal während eines Kampfes mit den holsteinischen Grafen zerstört. Hamburgische Kriegsschiffe halfen sogar dabei. Darüber, wie weit sich der Burgbezirk erstreckte und welche Art der Befestigungen vorgelagert waren, läßt sich heute nur spekulieren. 1288 wird urkundlich die Siedlung auf Wunsch des Herzogs Otto des Strengen durch Rudolf von Habsburg von der Burg getrennt und zu einem Ort mit eigenen Rechten erklärt. Die Selbstverwaltung der Stadt blieb jedoch bis in das 18te Jahrhundert in der Abhängigkeit der Beamten auf der Burg.

Eine schlimme Zeit wiederholte sich für Harburg im 14ten Jahrhundert. Als wieder einige Landesherren um die Vorrechte kämpften, wurde die Stadt und die Vogtei, die mit viel Land zur Burg gehörte, dreimal gebranntschatzt. Erst 1517 war Harburg wieder eine freie Stadt.

Die Ausdehnung der Stadt konnte sich anfangs nur in Richtung Süden bewegen, entlang des Dammes, der von der Burg zum hochgelegenen Geest führte, also entlang der heutigen Schloßstrasse.Die Burg oder das spätere Schloss befanden sich nördlich kurz vor dem Rand der Süderelbe heute in einer Art Hafenbecken auf einer Insel, also mitten im heutigen Binnenhafen. Harburg war zur damaligen Zeit eine typische Einstrassensiedlung. Danach breitete sich der Ort im Süden etwas breiter aus. Bis etwa 1400 war ein südlich gelegener Fleet, der in Ost-West Richtung verlief, die Stadtgrenze. Der Damm ging in Form einer Brücke über diesen alten Stadtgraben, der 1628 zugeschüttet wurde. Direkt neben dieser Fleetbrücke, die als Stadttor diente, wurde nach einer Feuerbrunst 1586 ein neues Rathaus gebaut. Später war dieses Haus der Ratskeller in der Schlossstrasse welcher auch im zweiten Weltkrieg zerbombt wurde. Jedoch das Sandsteinportal blieb erhalten. Aus einer Urkunde von 1307 erfahren wir, daß es am Damm auch eine Kirche gab. Um 1540 herum gab es am Südende der Schloßstrasse eine Schlossmühle, die von neu angelegten Kanälen gespeist wurde. Beispielsweise der Seevekanal wurde geschaffen um die östlich gelegenen Niederungen zu entwässern. Westlich der Schloss- oder Binnenmühle wendet sich der natürliche Wasserlauf in den Norden, wo er die nördliche Stadtgrenze bildete und zum Kaufhauskanal ausgebaut wurde, der jahrhunderte Haupumschlagsplatz und Zentrum des Harburger Hafens war. Die östliche Grenze war der Graben, aus dem später der Bahnhofskanal wurde.

1458 lag die Stadtgrenze in Höhe des Karnapp, welcher auf eine ehemalige Befestigungsanlage hindeutet, also die heutige Grenze des Binnenhafengebietes. So kann man sagen, daß das heutige Projekt Channel Hamburg, also eine Art Hafencity für Harburg, sich innerhalb der Stadtgrenzen von 1500 entwickelt. Die Schlossinsel soll dabei mit modernster Architektonik auch wieder auf Vordermann gebracht werden. Einem verbliebenen Gebäudeteil des alten Schlosses, übrigens das älteste Gebäude von Hamburg, wird hierbei Rechnung getragen. Z.B. ein offener Blick durch eine Lücke der neu bebauten Insel auf das Schloss vom Süden her.


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